Malaria, die

Bei M. handelt es sich um eine parasitäre Krankheit. Die Parasiten (der Arten Plasmodium falciparum, Plasmodium vivax, Plasmodium ovale und Plasmodium malariae) werden durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen. Der Name M. setzt sich im 16. Jhdt. durch und bedeutet „schlechte Luft“ (ital. „mal’aria“), er bezieht sich auf die Vorstellung, dass die feuchte Tropenluft mit Miasmen verseucht ist. Man unterscheidet zwischen gutartiger, chronischer und tödlicher Form von M. Im Krankheitsverlauf stellen sich Ausbrüche von heißem und kaltem Schweiß, hohes Fieber, Kopfschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein und Schmerzen ein. In schweren Fällen kann es zu chronischer Blutarmut, Koma und letztlich zum Tode kommen. Die Bekämpfung der Malaria läuft hauptsächlich über Abwehr und Bekämpfung der Mücken, die bis zur Trockenlegung von Sumpfgebieten vorangetrieben wird, die ersten Erfolge durch den Einsatz von DDT werden mit der Zeit durch die Erkenntnis getrübt, dass die Mücken in den 1960er Jahren teilweise immun gegen das Gift werden. M. lässt sich lindern, aber nicht heilen. Die wirksamste Methode, die Ausbreitung zu verhindern, sind mit Insektenbekämpfungsmittel behandelte Moskitonetze. Heute fallen der M. weltweit immer noch zwischen einer und drei Millionen Menschen zum Opfer.

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Die Anopheles-Mücke, Überträgerin der Malaria-Parasiten, beim Zustechen.

Vgl. Dobson 2009

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